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Betrug - Rip Deal

Briefumschlag mit Geldscheinen

Briefumschlag mit Geldscheinen, © dpa-Zentralbild

Artikel

Seit einigen Jahren kommt es in Italien verstärkt zu betrügerischen Devisentauschgeschäften, so genannten „Rip deals“, bei denen die Opfer regelmäßig um große Summen Bargeld gebracht werden.

Die Anbahnung dieser Geschäfte erfolgt auf verschiedenste Art und Weise. Beispielsweise melden sich die Täter, die zunehmend raffinierter werden, bei Personen, die im Internet oder in Zeitungen Immobilien oder andere Gegenstände von höherem Wert angeboten haben oder z.B. Investitionen suchen. Die Inserenten werden dann unter Vortäuschung von Interesse an dem Objekt nach Italien gelockt, wo sich die Täter mit ihnen meist in einem vornehmen Hotel in seriösem Ambiente verabreden. Bei den Treffen interessiert die Täter dann das ursprünglich angebotene Objekt nicht mehr, vielmehr wird den Opfern ein lukratives Devisentauschgeschäft, oft Euro gegen Schweizer Franken, angeboten. In der Regel findet dann auch tatsächlich ein Tausch von geringen Summen statt, um das Vertrauen des Opfers zu gewinnen. Dann wird ein Tauschgeschäft von größerem Umfang angeboten. Lässt sich das Opfer hierauf ein, verschwinden die Täter entweder, sobald sie das Geld in den Händen haben oder sie übergeben dem Opfer mehrere Bündel Geldscheine, von denen jeweils nur der oberste Geldschein echt ist. In Einzelfällen waren die Täter sogar gewalttätig.

Für den Fall, dass Sie einem solchen Betrug zum Opfer gefallen sind, wenden Sie sich bitte auf schnellstem Wege noch in Italien an die örtliche Polizei.

Italienweiter Notruf: 112 bzw. 113

Zudem sollten Sie die Tat auch in Deutschland bei der Polizeidienststelle Ihres Wohnsitzes anzeigen.

(Ergänzender Hinweis: Die Obergrenze für Barzahlungen liegt in Italien seit dem 01.01.2016 bei 3.000,-Euro gemäß Gesetz Nr. 208 vom 28.12.2005.)

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