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Wissenschaft, Forschung, Technologie

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Einen allgemeinen Überblick über Forschung und Entwicklung in Italien können Sie der unten aufgeführten Themenseite entnehmen. Ausführliche Informationen zu forschungspolitischen Aktivitäten und Veranstaltungen, anstehenden Kongressen, Seminaren etc. in Italien bieten darüber hinaus die Internetauftritte der jeweiligen Institutionen, zu denen die nachfolgend gelisteten Links führen.

ResearchItaly - englische Sprachversion

INFN - englische Sprachversion

CNR - englische Sprachversion

Kleiner Überblick über Forschung und Entwicklung in Italien

(Stand: September 2017)

Die Ressortzuständigkeit im Bereich Forschung, Entwicklung (FuE) und Bildung liegt in Italien beim Ministerium für Bildung, Universitäten und Forschung (Ministero dell'Istruzione, dell'Università e della Ricerca). Ministerin ist seit Dezember 2016 Valeria Fedeli. Andere Ministerien haben Teilzuständigkeiten, insb. das Wirtschaftsministerium (Ministero dello Sviluppo Economico), das sich auch mit Innovationen befasst.

Die Gesamtausgaben für FuE lagen 2015 bei knapp 21,9 Mrd. Euro (1,33% des BIP), 2014 bei 22,3 Mrd. Euro (1,38% des BIP). Noch vorläufige Schätzungen für 2016 gehen von einem Anstieg der FuE-Ausgaben im privaten Sektor (+5,2% bei Wirtschaftsunternehmen, +2,2% im Non-Profit-Bereich) sowie von einem Rückgang im öffentlichen Sektor aus. Wie in Deutschland (Anteil der durch den Wirtschafts-Sektor getätigten FuE-Ausgaben: 69,2%) entfällt auch in Italien der mit 55% größte Anteil der FuE-Ausgaben auf den Unternehmens-Sektor (insbesondere produzierendes Gewerbe).

Den gesetzlichen Rahmen bildet der nationale Forschungsplan Piano Nazionale della Ricerca (PNR), der zur Erreichung der „Europa 2020“-Ziele private und öffentliche Forschungsprogramme koordinieren soll. Italien will seinen Forschungs- und Wissenschaftsbereich dynamisieren und nutzt hierfür auch das Netzwerk von 23 Wissenschafts- und 2 Raumfahrtattachés an italienischen Auslandsvertretungen (Deutschland beschäftigt weltweit 37 Referenten mit Wissenschafts-Rolle). Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft sollen stärker vernetzt werden und so ihren gemeinschaftlichen Beitrag für einen nachhaltigen Wachstumskurs Italiens leisten.

Bedeutendste öffentliche Forschungseinrichtung in Italien ist der Nationale Forschungsrat CNR (Consiglio Nazionale delle Ricerche). Der CNR umfasst 102 Institute mit insgesamt über 8.400 Mitarbeitern. Der CNR spielt in der italienischen Forschung vor allem drei große Rollen: 1. Förderung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen; 2. Technologie-Transfer, Wissensaustausch und Abschluss von Partnerschaftsabkommen mit externen Partnern; 3. Vergabe von Forschungsmitteln und Stipendien.


Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer staatlicher FuE-Einrichtungen:

  • Italienisches Technologieinstitut

    (Istituto Italiano di Technologia, IIT)

  • Nationale Forschungs- und Entwicklungseinrichtung für neue Technologien, Energie und Umwelt

    (Ente per le Nuove Tecnologie, l'Energia e l'Ambiente, ENEA)

  • Nationales Institut für Kernphysik

    (Istituto Nazionale di Fiscia Nucleare, INFN)

  • Italienische Raumfahrtagentur

    (Agenzia Spaziale Italiana, ASI)

  • Nationales Institut für Materialphysik

    (Istituto Nazionale di Fisica della Materia, INFM)

  • Nationales Institut für Geophysik und Vulkanologie

    (Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, INGV)

 

Im Bereich der neuen Technologien und erneuerbaren Energien ist die ENEA (aktuelle Bezeichnung: Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l'energia e lo sviluppo economico sostenibile) die wichtigste unabhängige nationale Forschungsagentur. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Atomenergie, Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheit und Sicherheit, neue Technologien.

Zwischen Deutschland und Italien bestehen enge Forschungskooperationen. Laut Angaben von CINECA (interuniversitäres Konsortium) im September 2017 gibt es 762 Forschungsvereinbarungen zwischen italienischen und deutschen Universitäten und Hochschulen. Daran beteiligt sind 69 italienische und 145 deutsche Einrichtungen. Einen Beitrag hierzu leistet auch der Verein Villa Vigoni am Comer See, der regelmäßig zu unterschiedlichen Forschungsfragen Konferenzen, Tagungen, Seminare und Workshops anbietet. Aufgabe des Vereins ist es, die deutsch-italienischen Beziehungen auf den Gebieten der Wissenschaft, der Bildung und der Kultur unter Einbeziehung der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu fördern.

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