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Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Artikel

(Stand: März 2022. Angaben beruhen auf Recherchen der Botschaft. Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Angaben ohne Gewähr.)
Deutschland und Italien sind enge und wichtige Wirtschaftspartner.


Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

(Stand: März 2022. Angaben beruhen auf Recherchen der Botschaft. Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Angaben ohne Gewähr.)

Italienisches Frühstück\ Cappuccino mit Cornetto
Italienisches Frühstück\ Cappuccino mit Cornetto © picture alliance

Deutschland und Italien können 2022 auf 130 Jahre bilateraler Wirtschaftsbeziehungen zurückblicken (Begründung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen im Jahr 1892 mit Inkrafttreten des Handels-, Zoll- und Schifffahrtsvertrages). Das Niveau der Beziehungen ist heute so eng wie nie. Deutschland ist dabei für Italien der wichtigste Handelspartner und steht für Italien sowohl beim Import als auch beim Export an erster Stelle. So gingen 2021 12,8% aller Exporte nach Deutschland, 16,4% aller Importe kamen aus Deutschland.

Nach pandemiebedingten Rückgängen im Vorjahr stiegen die italienischen Exporte nach Deutschland 2021 gegenüber 2020 wieder um 19,3% (2020: - 4,2%), die Importe aus Deutschland verzeichneten ebenfalls einen Anstieg um 23,4% (2020: -10,6%). Deutschland erzielte mit Italien 2021 einen Handelsbilanzüberschuss von etwa 8,7 Mrd. Euro (2020: 5,2 Mrd. Euro).

Die deutschen Direktinvestitionen beliefen sich 2019 im Bestand auf knapp 40,7 Mrd. Euro. Der Schwerpunkt der deutschen Auslandsinvestitionen entfällt hierbei auf Norditalien. Umgekehrt betrug der Bestand der italienischen Direktinvestitionen in Deutschland 32,1 Mrd. Euro (Bundesbank vom April 2021).



 

Außenhandel

Frachtschiffe (Containerschiff) fahren bei Brunsüttel unterwegs im NOK (Nord-Ostsee-Kanal )
Frachtschiffe (Containerschiff) fahren bei Brunsüttel unterwegs im NOK (Nord-Ostsee-Kanal ) © picture alliance

Im Außenhandel erzielte Italien 2021 einen Handelsbilanzüberschuss von 50,4 Mrd. Euro. Der Überschuss war von 2012 (von knapp 10 Mrd. Euro) bis 2020 (knapp 63,6 Mrd. Euro) beständig gestiegen. Bis 2011 hatte Italien traditionell Handelsbilanzdefizite zu verzeichnen.

Die Exporte Italiens sind 2021 nach pandemiebedingten Rückgängen im Vorjahr insgesamt wieder um 18,2% angestiegen (2020: -9,7%). Die Ausfuhren in die EU stiegen 20% etwas stärker an als ins Nicht-EU- Ausland (16,3%). Die Gesamtimporte Italiens wuchsen 2021 um 24,7%. Dabei stiegen die Importe aus der EU um 22,7%, die Importe aus dem Nicht-EU- Ausland um 27,7% gegenüber dem Vorjahr.

Die wichtigsten Absatzländer italienischer Produkte sind Deutschland, gefolgt von Frankreich, den USA, Schweiz, Großbritannien, Spanien, Belgien. Wichtigste Ausfuhrgüter waren 2021 Maschinen und Geräte, Chemie-, Pharma- und Botanik-Erzeugnisse, Metalle und Metallerzeugnisse, Textilien/Bekleidung, auch Leder samt Accessoires, Transportmittel, Nahrungsmittelprodukte inkl. Getränke und Tabakwaren, Computer/ Elektronik und optische Apparate, Gummi- und Plastikerzeugnisse sowie sonstiges verarbeitendes Gewerbe (Musik, Sport, Möbel).

Die meisten Importe wurden 2021 aus Deutschland bezogen, gefolgt von China, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Belgien, OPEC-Ländern und den USA. Wichtigste Einfuhrgüter waren zuletzt: Chemie-, Pharma- und Botanik-Erzeugnisse, Metalle und Metallerzeugnisse, Computer und Geräte aus den Bereichen Elektronik und Optik, Transportmittel, Energierohstoffe, Maschinen und Apparate, Nahrungsmittel sowie Getränke und Tabakwaren, Textilprodukte und Bekleidung, auch Leder samt Accessoires, Gummi- und Plastikerzeugnisse, Land-, Forstwirtschaft- und Fischereierzeugnisse.

 

Allgemeine Wirtschaftslage

Informationen zur allgemeinen Wirtschaftslage Italiens und zu wichtigen Marktentwicklungen finden Sie über die nachfolgend genannten Links der Germany Trade & Invest (GTAI).

Germany Trade and Invest: Informationen über Auslandsmärkte

GTAI Länderwissen Italien

 

Übersicht über die Wirtschaftslage in Italien

Zum Herunterladen in tabellarischer Form finden Sie nachfolgend  eine Zusammenstellung wichtiger makroökonomischer Daten zur Wirtschaftslage in Italien, unter besonderer Berücksichtigung auch bilateraler Aspekte.

Weitere Informationen

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